Neue Autorität und Kunsttherapie

Neue Autorität und kunsttherapeutische Methoden: Ein integrativer Ansatz für Schulen

Einführung in die Neue Autorität

Das Konzept der „Neuen Autorität“ in der Schule in der Schweiz basiert auf den Ideen des israelischen Psychologen Haim Omer. Es stellt einen Ansatz zur Stärkung der Präsenz und Autorität von Lehrkräften, Eltern und anderen Erziehungsberechtigten dar, ohne dabei auf Macht oder Strafen angewiesen zu sein. Die „Neue Autorität“ setzt auf Präsenz, Beziehung und konsequentes Handeln, um ein positives und respektvolles Umfeld in Schulen zu schaffen.

Grundprinzipien der Neuen Autorität

Die Grundprinzipien der Neuen Autorität umfassen:

  1. Gewaltlose Präsenz: Die Autoritätspersonen setzen sich durch ihre physische, emotionale und moralische Präsenz durch, nicht durch Drohungen oder Gewalt.

  2. Selbstkontrolle und Ruhe: Anstatt impulsiv zu reagieren, bewahren Erziehende Ruhe und Kontrolle über ihre eigenen Emotionen, um ein Vorbild für angemessenes Verhalten zu sein.

  3. Beziehungsarbeit: Die Pflege einer starken, positiven Beziehung zu den Schülern ist zentral, um Einfluss und Respekt zu gewinnen.

  4. Klarheit in Regeln und Erwartungen: Regeln und Erwartungen sind klar definiert und werden konsequent, aber gerecht durchgesetzt.

  5. Transparenz und Öffentlichkeit: Massnahmen und Entscheidungen sind transparent, und die Autoritätspersonen suchen die Unterstützung des sozialen Umfelds, um ein Netzwerk der Unterstützung und Kontrolle zu bilden.

  6. Ermächtigung und Stärkung: Schüler werden ermutigt und befähigt, Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen und an der Lösung von Konflikten aktiv mitzuwirken.

  7. Wiedergutmachung und Versöhnung: Im Fokus steht die Wiedergutmachung von Fehlverhalten und die Versöhnung, um die Beziehungen zu heilen und zu stärken.

Verbindung zur Kunsttherapie

Kunsttherapeutische Methoden bedienen sich längst der Prinzipien der Neuen Autorität. Durch bewusste Betonung von Eigenverantwortung, die klare Förderung von Selbstermächtigung und dem Erlernen adäquater Konfliktbewältigungsstrategien bietet sie einen Raum, in dem die Konzepte der Neuen Autorität erlebt und geübt werden können.

Förderung emotionaler Intelligenz und Empathie

Durch kunsttherapeutische Methoden entwickeln Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und unterschiedliche Perspektiven einzunehmen. Dies stärkt die Empathie und emotionale Intelligenz, Kernkomponenten der Neuen Autorität, die eine tiefe Beziehung und gegenseitiges Verständnis zwischen Lehrern und Schülern fördern.

 

Selbstkontrolle und konstruktiver Umgang mit Konflikten

Neue Autorität und Kunsttherapie - Schatzinsel

Kunsttherapeutische Methoden ermöglichen es Schülerinnen und Schülern, in einem geschützten Rahmen Konfliktsituationen zu inszenieren und alternative Lösungswege zu erkunden. Dies trägt zur Selbstkontrolle bei und lehrt, wie man auch in schwierigen Situationen ruhig und besonnen bleiben kann.

Ermächtigung und aktive Teilnahme

Durch dramatherapeutische Methoden werden Schülerinnen und Schüler ermutigt, aktiv an der Gestaltung ihrer eigenen Lern- und Lebenserfahrungen teilzunehmen. Dies fördert die Selbstverantwortung und Ermächtigung, wichtige Aspekte der Neuen Autorität.

Schlussfolgerung: Synergieeffekte für eine positive Schulumgebung

Durch die Integration kunsttherapeutischer Methoden in das Konzept der Neuen Autorität entsteht ein synergetischer Ansatz, der das Lernumfeld positiv transformieren kann. Lehrer und Schülerschaft erfahren eine Schulkultur, die auf Vertrauen, gegenseitigem Respekt und konstruktiver Zusammenarbeit basiert, unterstützt durch die kreativen und heilenden Prozesse der Kreativität.

Insgesamt bietet die Verbindung von Neuer Autorität und kunsttherapeutischen Methoden ein ganzheitliches Bildungskonzept, das nicht nur auf akademischen Erfolg abzielt, sondern auch auf die Entwicklung von sozialen, emotionalen und kommunikativen Kompetenzen in einem kreativen und unterstützenden Umfeld.